Lechou
(Originalausgabe)
Wo war der emsige Maler in dem gelbgrauvertrauten Haus
ihrer Beziehung geblieben? Sie hatte ihn gesehen. Vor Monaten.
Vor Wochen. Vor Tagen. Sie hatte seine eifrige Anwesenheit bewußt zur Kenntnis genommen. War der Maler so zerstreut, daß er Leiter, Farbe, Bürste und Pinsel einfach vergessen konnte?
Hatte er plötzlich die Lust verloren? Hatte vielleicht Angst, von
der Leiter zu fallen? Waren seine Knie wackelig? Blockierten ihn
coronarinsuffiziente Lähmungserscheinungen? War er vielleicht
zu alt? Ein Maler ist nie zu alt, solange er Farbe und Bürste
noch erkennen kann.
Der Roman über eine Beziehung, die sich nach Jahrzehnten von
einer geschäftlichen in eine private wandelt. Aber Lynn gelingt
es nicht, Harvey Lechou das laute Kreischen von Autobremsen
vergessen zu lassen.


